Projekttage im Beruflichen Gymnasium - Digitalisierung und Corona mal kreativ!

Projekttage der 12.-Klässler:innen mit dem Projektkreis Zeitenwende zu dem Thema „Erwachsenwerden in zwei Systemen" - ein Rückblick

Trotz der abgesagten Projekttage der 7.-13. Klasse konnten wir dennoch mit unseren 12.-Klässler:innen ein Projekt gemeinsam mit dem Projektkreis Zeitenwende stattfinden lassen, das sich im Jubiläumsjahr „30 Jahre Deutsche Einheit“ mit dem Thema „Erwachsenwerden in zwei Systemen" auseinandersetzt. Weiterhin fand ein Projekt für die 11., 12. und 13.-Klässler:innen zur „Modernen Klassik“ statt. - Ein Rückblick.

Zeitenwendeprojekt „Erwachsenwerden in zwei Systemen“

(Das Zeitenwende-Lernportal ist ein Angebot von Perspektive³ perspektive-hoch-drei.de
Die Entwicklung des Portals wurde finanziell und beratend gefördert durch die Bundesstiftung zur Aufarbeitung der SED-Diktatur, die Bundeszentrale für politische Bildung, die Brandenburgische Landeszentrale für politische Bildung und das Landesinstitut für Schule und Medien Berlin-Brandenburg.)

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Zeitzeugenprojekt mit Dörte Grimm und Marco Boltz

Am 16.11. konnten wir zwei Zeitzeug:innen (ZZ) per Zoom begrüßen: Dörte Grimm und Marco Boltz. Im Laufe des Morgens erfolgte eine Vorbereitung auf die ZZ-Gespräche in kleineren Arbeitsgruppen anhand unterschiedlicher ZZ-Biografien. Dörte Grimm und Marco Boltz gehören zu der Generation,  die zur Zeit der Wende Jugendliche waren und unseren Jugendlichen von ihren Erfahrungen in der DDR, der Wende- und Nachwendezeit berichteten. Es gab ein angeregtes Gespräch mit vielen sehr spannenden Fragen.

Feedback einer Schülerin: „Ich bin häufig mit Mitgliedern meiner Familie im Gespräch über die Zeit in der DDR, aber es war gut, auch Personen von Außerhalb darüber sprechen zu hören. Teilweise zeigt das, wie unterschiedlich manche Dinge damals von den Menschen wahrgenommen wurden, teilweise aber auch, dass manche Eindrücke und Erinnerungen sich sehr ähneln.“

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Zeitzeugenprojekt mit Peggy Mädler

Am Dienstag,  17.11. hatten wir per Zoom Peggy Mädler (s. Foto) zu Gast, die aus ihrem Roman „Legende vom Glück des Menschen“  las. Darin erzählt Peggy Mädler mit besonderem Sprach- und Stilgefühl eine Familiengeschichte. Den Ausgangspunkt bildet dabei der DDR-Propagandaband "Vom Glück des Menschen". Im Spannungsfeld zwischen persönlicher und kollektiver Erinnerung entwickelt sie diese Geschichte zu einer spannenden Suche nach der eigenen Identität. Im Anschluss konnten auch hier wieder unsere Schülerinnen und Schüler mit der Autorin im Gespräch sein. (siehe Bild)

Feedback einer Schülerin:  „Tatsächlich bin ich nicht gerade oft mit Anderen im Gespräch über die Zeit der DDR, Wende und danach. Das mag daran liegen, dass meine Eltern beide aus dem Westen kommen, insofern war es für mich sehr spannend und äußerst interessant, mit Marco, Dörte und Peggy zu sprechen. […] Bei dem Gespräch mit Peggy habe ich sie als sehr authentisch empfunden und so als spräche sie voller Energie mit uns über etwas, das ihr sehr am Herzen liegt. Das so zu merken, hat dazu beigetragen, dass sich diese Faszination auf mich übertragen hat. Sie hat auch wirklich schön vorgelesen. Und sowohl der Inhalt des Buches samt seiner Hintergründe als auch Peggys Erfahrungen beim Schreiben haben mich sehr interessiert. Ich schätze es auf jeden Fall sehr, dass wir diese Gelegenheit hatten, weil das im Gegensatz zum sehr allgemeinen Bild und dem eher den Blick auf das große Ganze richtenden Geschichtsunterricht eine viel individuellere Vertiefung in den tatsächlichen Alltag der Menschen damals war.“

Hier ein Artikel zum Projekttag aus der SZ: 201116 DDR-Geschichte im Klassenzimmer - Sächsische.de

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Projekt „Klassische Moderne“

18.11. - An diesem Mittwoch konnten wir im Rahmen von EPO eine wegen Corona abgesagte Exkursion in die Dresdner Philharmonie auch per Zoom zumindest teilweise ausgleichen.  Dieses   Projekt befasst sich mit der  „Klassischen Moderne“, als fachübergreifendem  Thema in Literatur, Kunst und Musik.

Schüler:innen der Klassen 11, 12 und 13 konnten mit Robert-Christian Schuster, Solofagottist der Dresdner Philharmonie und Experte  für  Moderne Klassik, in Austausch treten. Schwerpunkte dabei waren musiktheoretische Ansätze dieser Epoche.  Dabei konnten die Schüler:innen einen Eindruck bekommen, wie sich die Musik in dieser Zeit entwickelt hat, welche Stilelemente prägend für die Moderne Klassik sind und was  das Besondere daran war. Auch hier konnten unsere Schüler:innen im Gespräch Fragen stellen, sie waren interessiert und es war ein rundum anregendes und bereicherndes Projekt.

 

 

Digitalisierung und Corona mal kreativ!

Foto: Katharina Scheffler